Das Tragische an diesem Leben ist nur, dass es auf einer wahren Geschichte beruht.
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Do what is right. Not what is easy.
you want. It doesn't matter anyway.
Hi liebe Kati,
wir müssen vielleicht auch nicht für jede Erfahrung im Leben dankbar sein. Covid fühlte sich für mich wie ein Verstärker all der Schwachstellen an, die vorher schon da waren, die ich meist aber noch im Alltag kompensieren, weg drücken oder kognitiv einfangen konnte. Vielleicht liegt hier auch ein Knackpunkt, weil das Virus auch das Hirn gehörig drangsaliert und uns Kopfmenschen damit in unsortierte Unkontrolliertheit zurück stößt.
Es ist auch einfach schwierig, sich selbst Gutes zu tun und damit die andere Seite des Kontinuums, z.B. Güte, Liebe, die Spiritualität hinter den Dingen zu stärken, wenn elementar wichtige Anker nicht mehr funktionieren, Nahrung nach nichts schmeckt oder in deinem Fall sogar einen Säureangriff bedeuten, Schmerzen so krass stark sind, das Denken nicht mehr funktioniert, die Luft weg bleibt, dazu Schlafentzug. Das ist eine existentielle Krise. Das macht total hilflos und dann regiert die ganz alte Hirnstruktur. Da dürfen die Erfolge noch kleiner bemessen werden.
In der Osteopathie gibt es die Idee, den Körper (anstatt gegen etwas anzugehen) zunächst in die vom Körper gewünschte Position zu bringen, in die er sich bewegen will. Vielleicht hilft es den Schmerz zu verkleinern, wenn du nicht mehr versuchst, dich dabei aufrecht zu halten, sondern in die Krümmung, in die engste Umarmung gehst, die du dir, deiner Körpermitte geben kannst.
Meine Daumen sind weiterhin fest gedrückt, dass du unbeschadet aus der Nummer raus kommst.
Viele liebe Grüße von Katrin
vom 03.11.2024, 17.23