Es gibt einen Punkt, an dem Worte an Wert verlieren.
Sprache an sich versagt nur selten, aber wenn sie kein Echo in Form von Glauben erzeugen kann, weil Worte zu oft an derselben Stelle gebrochen wurden, dann werden Versprechen zu sinnlosen Wiederholungen, Entschuldigungen zu Gepflogenheiten und Beteuerungen zu leeren Worthülsen.
Irgendwann hört das Gegenüber nicht mehr, was gesagt wird, sondern schaut nur noch darauf, was geschieht.
Wenn Worte nicht mehr tragfähig sind, bleibt nur die Realität.
Integrität lässt sich auch durch Eloquenz nicht an den Haaren herbeiziehen.
Integrität ensteht ausschließlich dort, wo Wort und Handlung über einen langen Zeitraum deckungsgleich werden.
Es sind nicht die großen Gesten. Es ist das völlig unspektakuläre Einhalten der kleinen Dinge.
Verlässlichkeit dort, wo man sie nicht einfordern muss.
Erinnern, ohne erinnert werden zu müssen.
Grenzen sehen, spüren und respektieren, ohne dass der Andere sie Mal um Mal verteidigen muss.
Am Ende von Worten bleibt nur Handlung.