Ich kenne diesen Moment. Ich kenne das Gefühl, das mich erfasst, wenn ich einen Kipppunkt überschritten habe. Das Adrenalin, die Erleichterung, die Trauer, die Wut, der alles verschlingende Schmerz und die treibende Kraft, sich jetzt in Bewegung zu setzen, weil das, was mich zurückgehalten hat, nur noch an so dünnen Fäden hängt, dass sie mich nicht mehr wirklich zurückhalten können.
Von außen mag das oft so aussehen, dass es leicht ist. Was niemand sieht, sind die Jahre Transformation in Agonie, die ich bereits im Stillen durchlitten habe. Die Arbeit, die ich bereits hinter mir habe, ohne mich zu bewegen. Die Jahre, in denen ich ausgeharrt habe, um keine überhastete Entscheidung zu treffen, meine schmerzhaftesten inneren Prozesse durchdenkend und durchlebend.
Und dann ist es kein Blitz der Erkenntnis, kein donnernder Paukenschlag, kein göttliches Licht. Es ist tiefes inneres Wissen, dass der Punkt erreicht ist, an dem sich nichts mehr ändert.
Es ist der Moment absoluter Trauer und absoluter Freiheit gleichermaßen, wenn ein Abschnitt des eigenen Lebens unwiderruflich zuende geht.